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Auf unserer Projektseite stellen wir euch Beispiele von Beteiligungsprojekten vor. Wenn auch ihr Projekte kennt, bei denen Jugendliche mitmachen können – zum Beispiel in der Schule, im Verein, im Jugendhaus, in der Politik – dann schickt uns euer Projekt oder schreibt doch einfach selber darüber.
Stadt baut Jugendbeteiligung aus
Oberbürgermeister Reinhard Paß überreicht Jugendlichen ihre Urkunden
Die Beteiligung junger Menschen an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen wird in Essen groß geschrieben. Doch das Planen von Projekten und der Umgang mit politischen Gremien wollen gelernt sein. Am Donnerstag (11.11.2010) überreichte Oberbürgermeister Reinhard Paß feierlich die Urkunden an die frisch gebackenen Prozessmoderatoren und die Jugendlichen, die künftig in ihrem Umfeld Projekte mit jungen Menschen anstoßen und begleiten sollen. Oberbürgermeister Reinhard Paß dankte den Akteuren für ihr Engagement: „Beteiligung von Jugendlichen bedeutet, sie als Menschen in der Gesellschaft ernst zu nehmen, ihre Lebenswirklichkeit anzuerkennen und ihre Ideen und Wünsche sowie ihre Potenziale für Engagement aufzunehmen,“ erläuterte der Oberbürgermeister. Paß weiter: „Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat in ihren Leitlinien als Bundesratspräsidentin kürzlich erklärt, dass es gelte aus Betroffenen Beteiligte zu machen. „mitWirkung!“, das Essener Projekt zur Jugendbeteiligung, ist beispielgebend für dieses Denken“.
Hintergrund: Mit dem Projekt „mitWirkung!“, das die Stadt Essen im Jahr 2005 mit der Bertelsmann-Stiftung startete, soll jungen Menschen Gelegenheit gegeben werden, sich für das Gemeinwohl ihrer Stadt einzusetzen und ihre Interessen bei der Planung und Gestaltung von Freiflächen, Räumen oder Spielflächen mit einzubringen. Dazu wurden bislang rund 50 sogenannte Prozessmoderatoren ausgebildet, die in ihrem Umfeld Veränderungen anstoßen sollen. Vieles wurde seitdem erreicht: So wurden beispielsweise eine Skater-Anlage in Essen-Kray mit Jugendlichen geplant und gebaut und eine Spielfläche für Jugendliche umgestaltet. Prozessmoderatoren des Jugendamtes und der Jugendverbände unterstützen die Jugendlichen bei der Wahrnehmung ihrer Interessen in den Stadtbezirken.
Dazu könnt ihr euch die Seiten der einzelnen Bezirke in Essen ansehen.
Darüber hinaus hat die Stadt damit begonnen, junge Menschen nach einer besonderen Methode auszubilden. „ToP“, Technology of Participation, heißt die spezielle Moderatorenausbildung, bei der Jugendliche das nötige Rüstzeug erhalten, um Gesprächsrunden zu leiten und die Ergebnisse in demokratische Abstimmungsprozesse einzubringen. „ToP“ ist eine Methode, die in den USA erfolgreich erprobt wurde.



