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Bei der ersten Jugendversammlung im Stadtbezirk VI haben sich Jugendliche …
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Bertha-Krupp-Realschule

Schüler der Berta-Krupp-Realschule helfen kranken Kindern.
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Erich-Kästner-Gesamtschule

Zweierlei muss ich für den Rest meines Lebens im Auge behalten: Mein Gewicht und meinen Rassismus. Ein erfolgreiches Projekt der EKG!
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Das Projekt

Pfingstzeltlager (Erfolgreich abgeschlossen)

Situation:

Pfingszeltlager 2007 - Ein Reise-Tagebuch

Freitag, 25.Mai 2007

Am Freitag um 16.30 Uhr ist eine Schar Kinder und Jugendlicher vom Parkplatz der Gruga in Richtung Wenstrup bei Osnabrück aufgebrochen. Der Bus mit 45 Plätzen war bis auf den letzten Platz besetzt und der Kofferraum des Busses drohte zu platzen. Nachdem wir winkend vom Parkplatz gestartet sind, standen wir schon kurze Zeit später im ersten Stau. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Singend verbrachten wir die gut 3,5 Stunden Fahrtzeit.

 

Am Zeltplatz, dem „Garten“ eines Wenstruper Bauern, angekommen, erwarteten uns schon 14 weitere Jugendliche, die teilweise schon seit Mittwoch vor Ort waren, um für uns Zelte aufzubauen und einen Bannermast zu errichten.

 

Nachdem der Bus ausgeladen und die Kinder auf ihre Zelte verteilt waren, gab es Abendessen für die hungrige Meute. Nach dem Abendessen versammelten wir uns alle am Lagerfeuer. Es folgte eine Vorstellungsrunde, da man bei einer Gruppe von 59 Leuten nicht alle kennt, die Erklärung der Lagerregeln und das feierliche Hissen des Banners. Da das diesjährige Motto des Zeltlagers „Die magischen Spiele“ lautet, folgte schließlich die Eröffnungszeremonie, bei der am Lagerfeuer eine Fackel entzündet wurde, die einmal durch die Gruppe weitergereicht wurde, um schließlich damit eine weitere Fackel, die das ganze Zeltlager über brennen sollte, zu entzünden.

 

Den Abschluss des Tages bildete eine Nachtwanderung mit allen Teilnehmern, bei der diese die Aufgabe hatten, das entzündete Licht vor bösen Mächten, die durch einige im Wald versteckte Leiter gespielt wurden, zu schützen. Am Zeltplatz angekommen wurden die Nachtwachen eingeteilt und die Kinder ins Bett geschickt. Doch die Nachtruhe war nicht von langer Dauer. Kurz nachdem es auf dem Platz ruhig geworden war, schellte die Signalglocke im Küchenzelt: ALARM! Jemand versucht unser Banner zu klauen. Alle Leiter und Kinder stürmten aus den Zelten, und waren überrascht, nur drei Angreifer vorzufinden. Drei ehemalige Leiter der Gemeinde, die die Jahre zuvor immer mit ins Zeltlager gefahren sind, wollten sich das Banner krallen – blieben jedoch erfolglos, da sie gegen unsere Übermacht nicht ankamen. Nachdem der Angriff erfolgreich abgewehrt wurde ging es dann endlich in die Schlafsäcke.

Maren: „Mir hat die Zelteinteilung gut gefallen, weil wir Mädels uns aussuchen durften, wie wir unsere Zelte aufteilen.“

Sarah: „Die Lichterwanderung war sehr aufregend. Man hat versucht mich in einen Busch zu ziehen, aber meine Freundinnen haben mich festgehalten.“

 

 

Samstag, 26. Mai 2007

Am nächsten Morgen wurden alle Teilnehmer gnadenlos durch das Küchenteam und die unvermeidliche Signalglocke geweckt. Nach einer Katzenwäsche unter dem Gartenschlauch und dem Frühstück wurden die Kinder in Gruppen aufgeteilt und es ging los zum ersten Spiel des Zeltlagers.

 

Der böse Solaris bedrohte unsere Wasservorräte und jedes Kind erhielt eine Flasche Wasser, die es zu verteidigen galt. Die Gruppen versuchten, sich gegenseitig ihre Wasserflaschen zu klauen und gleichzeitig verschiedene Aufgaben zu lösen, um der Bedrohung durch Solaris zu entkommen.

 

Nach Ende des Spiels kamen alle Kinder und Leiter dreckverkrustet aus dem Wald zurück. Nach einer noch Wäsche, die noch oberflächlicher  als am Morgen war, wurde das Mittagessen, Nudeln mit Tomaten- bzw. Carbonara-Sauce, verputzt.

 

Nach dem Essen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich gegenseitig etwas besser kennenzulernen und ein Gruppengefühl zu entwickeln, denn es hieß „Leiter gegen Kinder“. In drei Spielen – Rugby, Sackhüpfen und Brennball – traten die Leiter gegen die Kinder an und trugen einen harten Kampf aus. Noch in den Tagen danach sah man manchen Teilnehmern die Nachwirkungen der Spiele an. Sei es eine verbogene Brille oder nur ein sehr heftiger Muskelkater, jeder hatte seinen Teil abbekommen. Zeitgleich wurden von den Kindern T-Shirts bemalt. Alle Leiter des Zeltlagers hatten sich im Vorfeld ein rotes T-Shirt mit dem Mottobild des Zeltlagers angefertigt, die sie als Leiterteam kennzeichnen sollten. Die weißen T-Shirts sollten den Kindern dasselbe Gruppengefühl vermitteln und wurden deshalb für die Spiele gegen die Leiter angefertigt.

 

Nach den Anstrengungen des Nachmittags freuten sich alle auf das Abendessen. Es wurde gegrillt und dazu gab es Salat und Folienkartoffeln. Nach dem Abendessen folgte die Abendrunde, in der die Siegerurkunden für die Spiele des Tages und Punkte für unsere Gute-Taten-Liste vergeben wurden. Diese Liste muss man sich etwa so vorstellen wie den Hauspokal der Harry-Potter-Romane. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, durch sein Verhalten für sein Zelt Pluspunkte oder Minuspunkte zu sammeln. Das Zelt, das am Ende des Lagers die meisten Punkte hat, hat gewonnen und bekommt einen Preis. Diese Liste dient als Ansporn für die Teilnehmer und Leiter, sich ordentlich zu verhalten und beispielhaft am Zeltplatz Ordnung zu halten. Am Ende der Abendrunde war es dann endlich soweit: Die Gruppen für das Nachtgeländespiel – das Highlight eines jeden Zeltlagers – wurden eingeteilt. Als es endlich dunkel genug war, wurde das Spiel gestartet, und die Gruppen wurden in Abständen von 20 Minuten vom Zeltplatz losgeschickt. Als die letzte Gruppe den Zeltplatz gerade verlassen hatte, kam die Durchsage: Ein Gewitter zieht auf, das Spiel wird abgebrochen. Also kehrten alle Gruppen zum Zeltplatz zurück oder wurden von einigen Leitern mit Autos aus dem Wald geholt, weil es angefangen hatte, in Strömen zu regnen. So wurde die Nacht doch nicht so kurz, wie gedacht, da die Kinder am Zeltplatz sofort in ihre Zelte geschickt wurden und die Nachtwache von einigen Leitern übernommen wurde. Doch auch in dieser Nacht blieben wir nicht unbehelligt. Eine etwas größere Gruppe der Dorfjugend überfiel uns, um unser Banner zu klauen, doch obwohl sich die Gruppe durch einige Brutalität auszeichnete, gelang es auch in dieser Nacht, das Banner zu verteidigen.

Sarah: „Ich fand das Nachtgeländespielgut, obwohl ich nur bis zum Dixi-Klo gekommen bin, weil das Spiel dann abgebrochen wurde. Das fand ich schade.“ Sebastian: „Zwar hat mich das Spiel eine Brille gekostet, aber das war es wert. Leiter vor!“ Jan: „Solaris, du bekommst unser Wasser nicht!

 

Sonntag, 27. Mai 2007

Sonntag wurde erst spät geweckt. Zunächst wurde ausgiebig gebruncht. Dann wäre es eigentlich der Plan gewesen, Schwimmen zu gehen, aber in der Gegend war nur ein Freibad und dazu war das Wetter zu schlecht. Also wurde improvisiert und am Vormittag wurde darum Limes gespielt, ein Spiel, bei dem 2 Gruppen in ihrem Gebiet ein Burg bauen, die sie verteidigen, indem sie Angreifern ihr Lebensbändchen abnehmen. Sicher ist man nur auf dem Limes, der Grenze zwischen den beiden Gebieten.

 

Nach diesem Spiel, bei dem es nicht nur darum geht möglichst schnell durch den Wald zu rennen, sondern auch, sich zu tarnen und sich in die Büsche und in den Dreck zu schlagen, kamen alle Teilnehmer völlig fertig und ziemlich dreckig wieder zum Zeltplatz zurück. Dort wartete schon ein kleiner Snack mit Äpfeln und Kuchen auf die hungrigen Kindern und Jugendlichen. Nachmittags ließ es sich dann nicht mehr leugnen: Wir mussten alle dringend duschen. Das ist auf einer Wiese, wo es nichts außer Zelten, 2 Dixiklos und einem Wasserschlauch gab, gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Außerdem war das Wetter immer noch nicht toll und es war recht kühl. Also wurde Wasser in Mengen erhitzt. Die Kinder wurden in Badesachen einmal kalt abgeduscht und wuschen sich mit warmem Wasser die Haare. Anschließend zogen alle saubere und trockene Sachen an und sahen wenigstens wieder kurz wie Menschen aus. Außerdem wurden alle bei der Gelegenheit nach Zecken abgesucht und ein paar dieser kleinen schwarzen Tierchen wurden gefunden und entfernt. Nachdem alle 59 Teilnehmer fertig waren, war es schon wieder Zeit zum Abendessen. Das Gulasch mit Klößen kam allgemein sehr gut an.

 

Weil Sonntag war wurde es abends Zeit für den Wortgottesdienst, der von einigen Jugendlichen zum Thema Gemeinschaft vorbereitet worden war. Es wurden Fische gebastelt, auf die jeder Teilnehmer schrieb, was ihm zum Thema Gemeinschaft einfällt und die zu einem großen Fisch zusammengelegt wurden und wir hörten eine Geschichte von Swimmy, dem Fisch, zum Thema Gemeinschaft.

 

In der anschließenden Abendrunde wurden wieder Urkunden verteilt und die Gute-Taten-Liste aktualisiert. Daran anschließend wurde bis in die Nacht gesungen. In dieser Nacht hielten sich alle Angreifer an die Sonntagsruhe und wir blieben unbehelligt.

Marica: "Endlich haben wir geduscht, aber leider war das Wasser vieeel zu kalt." Luise: "Die Messe war schön gestaltet." Christian: "Lecker Gulasch!"

 

Montag, 28. Mai 2007

Nach dem Wecken und dem Frühstück am Montag wurden die Kinder wieder für ein Spiel ein Gruppen eingeteilt. Es wurde Stratego gespielt, das in Anlehnung an das Brettspiel als Geländespiel geplant wurde. Als die zweite Runde gerade beendet war, fing es fürchterlich an zu schütten und die Kinder wurden in ihre Zelte geschickt. Darum fiel es den Leitern zu, von Zelt zu Zelt zu gehen und den Kindern ihr Mittagessen, Kartoffelsuppe oder Hühnersuppe, zu bringen. Nach dem Mittagessen ließ der Regen wieder nach und so konnte das zweite Spiel des Tages, das Chaosspiel, problemlos stattfinden. Bei diesem Spiel ging es darum, nummerierte Teller zu finden, was manchmal gar nicht so einfach ist. Daher kommt auch der Name des Spiels. Wieder am Zeltplatz erwartete die Leiter eine weniger erfreuliche Nachricht. Eine Messdienergruppe, nur Jungs, hatte den Platz ausgekundschaftet und sich für abends zum Überfall angemeldet. Durch ein kurzes Gespräch mit ihnen hat sich herausgestellt, dass sie sehr organisiert und sehr viele sind. Darum wurden die Kinder in den Wald zum Holzsammeln geschickt und es wurden Barrikaden zwischen den Zelten errichtet, so dass der Platz nur von einer Seite angreifbar war.

 

Außerdem wurden Scheinwerfer angebracht und Autos auf dem Platz geparkt, um Licht zu haben. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, gab es Lagerfeuerpizza zum Abendessen. Die anschließende Abendrunde war die letzte des Zeltlagers, also wurden neben den Urkunden für die Spiele und die Punkte für die Gute-Taten-Liste auch Ehrenurkunden für besondere Merkmale oder Taten vergeben. Die Stimmung war währenddessen jedoch sehr angespannt, da man es im Wald um den Zeltplatz immer wieder knacken hörte und Jugendlich sah, die uns umzingelten. Nach der Abendrunde wurden die Kinder mit lauter Stimme in die Zelte geschickt, aber leise dazu aufgefordert, angezogen im Zelteingang sitzen zu bleiben, da der Angriff nun jeden Moment bevorstand. Die weiblichen Leiter scharrten sich um den Bannermast, während die männlichen ihre Positionen einnahmen. Dann ging der Angriff auch schon los. 20 Leute stürmten das Lager und es wurde gekämpft. Kleine Mädchen stürzten sich zu viert auf große Jungs und brachten sie zu Fall, kleine Jungs stellten Beinchen und die Leiter hingen an den Angreifern, die den Bannermast erklettern oder zu Fall bringen wollten. Doch nach einer halben Stunde war der Sieg unser und wir lagen uns schreiend und jubelnd in den Armen. Was für ein gelungener Abschluss für ein tolles Lager. Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten ging es für alle, bis auf die Nachtwache, in den Schlafsack.

Shari: "Das „Verprügeln“ der Dorfjugend, die unser Banner klauen wollte, hat Spaß gemacht. Danke nochmal!" Cedric: "Angriff! Dabei haben wir sogar gewonnen! Das war klasse! Leider war es aber der letzte Tag…" Christoph: "Das neue Spiel, Stratego, hat voll Bock gemacht. Das Chaosspiel natürlich auch. Hauptsache Action!"

 

Dienstag, 29. Mai 2007

Dienstag war der Abreisetag. Es wurde früh geweckt, da ja alle Teilnehmer packen und die Zelte abgebaut und die Autos beladen werden mussten. Nach dem Frühstück wurde geräumt und sauber gemacht und die Bollwerke für den Angriff des Vorabends wieder abgebaut.

 

Um 12.30 Uhr kam schließlich der Bus, um die Kinder und einige Leiter zurück nach Essen zu bringen. Die Busfahrt verlief sehr viel ruhiger als die Hinfahrt, da viele so müde waren, dass sie die ganze Fahrt verschliefen. Als wir gegen 16.30 Uhr in Essen ankamen, nahmen die wartenden Eltern ihre Kinder in Empfang, vermutlich mit der Absicht, sie auf dem kürzesten Wege in die Badewanne zu bringen. Für die Leiter hieß es noch Autos ausladen und Zelte ins Jugendheim bringen. Doch danach war auch für sie das Zeltlager 2007 beendet und jeder eilte nach Hause unter seine Dusche.

Lisa: "Der Dienstag war ein doofer Tag, weil wir wieder nach Hause gefahren sind." Niko & Sven: "Wir fanden das gemeinschaftliche Gefühl diese Jahr besonders gut. Der Zusammenhalt der Gruppe bei den Spielen war auch sehr gut."

 

Jetzt sind wir schlauer... Unsere Tipps für ähnliche Aktionen

- Im Vorfeld sollte man bedenken, dass das Wetter nicht immer mitspielt, und ggf. ein großes Zelt mitnehmen, in dem bei Unwetter ein Alternativprogramm durchgeführt werden kann

- Das Küchenteam sollte bedenken, dass nicht jedes Kind alles isst und dass auch Kinder Vegetarier sein können. Für solche Kinder muss man ein Alternativangebot an Speisen bereithalten.

- Man sollte im Vorfeld mit den Eltern den genauen Hergang der Aktion absprechen, damit diese geeignete Kleidung und vor allem genug Sachen zum Wechseln einpacken. 5 Tage Zeltlager mit nur einem Paar Leinenturnschuhe zu bestreiten ist nicht so optimal.

Das würde die Verbesserung bringen:

Idee von:
Unterstützt von:
Start am:
Ort:
 

Pfingstzeltlager

Auf nach Wenstrup!

Die Pfarrjugend „St. Ludgerus und Martin“ veranstaltete im Jahr 2007 über die Pfingstferien ein Zeltlager in Wenstrup. An fünf Tagen haben etwa 50 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 25 Jahren die Möglichkeit, Natur hautnah zu erleben. Und das ist wirklich so gemeint, denn jeglicher Komfort wird ausgeklammert: lediglich ein Wasserschlauch und zwei Toilettenhäuschen erinnern an die Zivilisation. Außer Natur pur wartet auf die Jugendlichen aber auch ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Sport- und Geländespielen.

Das Team



Ich bin dabei!

 
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