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Städtetrip mit Stift und Papier - townload Bildergalerie
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Altstadt

Auf dem Markt

Hamburg

Hamburger Hafen

Junge Journalisten bei der Recherche

Leinen los

Panorama

Sprechender Mülleimer

Theater im Hafen

Uferpromenade

Wasserträger

 

mittendrin und dabei

Bei der ersten Jugendversammlung im Stadtbezirk VI haben sich Jugendliche …
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Erich-Kästner-Gesamtschule

Zweierlei muss ich für den Rest meines Lebens im Auge behalten: Mein Gewicht und meinen Rassismus. Ein erfolgreiches Projekt der EKG!
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we:too

Wir sind die Gruppe we:too Borbeck, eine Gruppe von neun Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren.
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Das Projekt

Städtetrip mit Stift und Papier (Erfolgreich abgeschlossen)

Situation:

Das Programm

Donnerstag, 24. April 2008

08:00 Uhr Abfahrt ab Essen Hauptbahnhof

11:15 Uhr Ankunft in Hamburg

11:45 Uhr Begrüßung durch Hamburg Tourismus GmbH

15:00 Uhr Führung im „Miniatur-Wunderland“

17:30 Uhr Hafenrundfahrt mit Fähre 62

 

Freitag, 25. April 2008

11:00 Uhr Besuch bei stern.de

13:00 Uhr Stadtrundfahrt mit „Die Roten Doppeldecker“

15:30 Uhr Führung „Dialog im Dunkeln“

 

Samstag, 26. April 2008

12:00 Uhr Aufzeichnung „Lafer! Lichter! Lecker!“

15:00 Uhr Besuch bei ARD-aktuell/NDR-Studios

ab 18 Uhr Lange Nacht der Museen

 

Sonntag, 27. April 2008

9:00 Uhr Hamburger Fischmarkt

11:00 Uhr Hamburg Dungeon

17:45 Uhr Abfahrt Hamburg Hauptbahnhof

Programm im Detail

Die Recherchereise begann am Donnerstag, 24. April am Essener Hauptbahnhof. Die Teilnehmer fuhren gemeinsam mit der Bahn nach Hamburg. In Hamburg angekommen führte der erste Weg zur Hamburg Tourismus GmbH, wo Pressereferent Sascha Albertsen die jungen Journalistinnen und Journalisten begrüßte. Er erzählte Wissenswertes zu Hamburg und zur Hamburg Tourismus GmbH sowie über seinen Job bei der Hamburg Tourismus GmbH.

Nachdem die Unterkunft bezogen war, stand eine Führung im Miniatur-Wunderland, der weltweit größten zusammenhängenden Modelleisenbahnanlage, auf dem Programm. Bei dem einstündigen Rundgang wurde der Gruppe die gesamte Anlage gezeigt. Außerdem erfuhren die Teilnehmer interessante Hintergrundinformationen zum Bau oder zur Funktionsweise der Modelleisenbahn. Die Modelleisenbahnanlage empfindet verschiedene Landschaften nach. Beispielsweise wurden in den Gebäuden der Speicherstadt die Stadt Hamburg, Skandinavien und die Schweiz im Maßstab 1:87 nachgebaut.

Anschließend unternahm die Gruppe mit der Fähre 62 eine Rundfahrt durch den Hafen und konnte diesen so einmal aus Schiffsperspektive betrachten. Den Abend nutzen die Teilnehmer für einen Besuch im bekannten Musical „König der Löwen“ im Hamburger Hafen.

Zu Besuch bei singenden und tanzenden Löwen

Hamburg ist Deutschlands Hauptstadt der Musicals. 1986 startete das Andrew-Lloyd-Webber-Musical „Cats“ in Hamburg, welches dann beinahe 15 Jahre lang in dort zu sehen war. Zu den aktuellen Produktionen zählt unter anderem „Der König der Löwen“, welche seit der Premiere 2001 ununterbrochen ausverkauft sein soll und somit eines der erfolgreichsten Musicals der Stadt ist. Was wäre also ein Besuch Hamburgs ohne eine „König der Löwen“-Vorstellung im Theater im Hafen auf der größten Bühne mit 2.030 Zuschauerplätzen?
Schon die Anreise zum Theater mitten im Hafen ist abenteuerlich: Ein spezielles Boot bringt die Zuschauer von den Landungsbrücken über die Elbe. Kaum im Theater angekommen empfangen einen bereits die ersten afrikanischen Klänge: Rhythmische Trommelwirbel und eingespielte, authentische Geräusche geben einem das Gefühl, nicht mit 2.030 anderen Zuschauern in einem Theaterraum, sondern mitten in der Serengeti zu sitzen. Und tatsächlich sitzt man mittendrin, denn nicht nur die Bühne wird für die Aufführung genutzt: Die Schauspieler stehen auch zwischen den Zuschauerreihen und die Chormitglieder sind sichtbar und stehen auf den Seitentribünen. Die Figuren des Musicals werden nicht nur von verkleideten Schauspielern dargestellt, sondern teilweise auch von lebensgroßen Puppen verkörpert, die von Darstellern bewegt werden. Im Vergleich zum Film enthält das Musical einige Änderungen, sowie zusätzliche Szenen und Lieder.
Disneys „Der König der Löwen“ erzählt mit der Fabel des Löwenkönigs Simba die Geschichte vom ewigen Kreislauf des Lebens. Simba wächst in Afrika unter der Herrschaft seines Vaters Mufasa auf. Scar, der Bruder des Königs, ist eifersüchtig auf Mufasa und folglich auch auf Simba, dessen Thronfolger. Um die Herrschaft an sich zu reißen plant Scar eine tödliche Intrige, bei der Mufasa stirbt. Von Schuldgefühlen geplagt flieht Simba in den Dschungel. Dort lernt er das Erdmännchen Timon und das Warzenschwein Pumba kennen und verbringt mit ihnen eine unbeschwerte Zeit. Doch unter Scars Herrschaft leiden die anderen Tiere und als Simba schließlich Nala, seine Freundin, wiedertrifft, beschließt er, seinen Vater zu rächen und das Königreich von Scar zu befreien.
Das exotische Musical ist vor allem eines: Farbenfroh. Die Kostüme sind eindrucksvoll und auch das Bühnenbild ist mehr als gelungen. Allerdings sind die Dialoge aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse der Darsteller teils nur schwer zu verstehen und die gesanglichen Darstellungen der Kinderdarsteller nicht überzeugend. Dennoch ein unvergesslicher bunter Abend mit dem klassischen Ohrwurm von den beiden wohl bekanntesten Liedern „Hakuna Matata“ und „Kann es wirklich Liebe sein“.

Jennifer Küppers

Der erste Programmpunkt am Freitag, 25. April war ein Besuch bei stern.de, dem Online-Portal des Magazins Stern aus dem Hause Gruner & Jahr. Redaktionsleiter Henry Lübberstedt hatte sich eine Stunde Zeit für die Nachwuchsjournalisten genommen. Er stellte das Konzept von stern.de vor, sprach mit ihnen über Job-Chancen im Journalismus und diskutierte mit ihnen über die Zukunft des Online-Journalismus.

Im Anschluss daran unternahmen die Teilnehmer eine etwa zweistündige Stadtrundfahrt. Von den Landungsbrücken aus führte die Tour durch die Hafen-City, die derzeit im Bau ist, rund um die Alster, durch den Stadtteil Rotherbaum, am Hamburger Michel vorbei und am Hafen entlang wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Nach der Stadtrundfahrt konnten die Nachwuchsjournalisten im Dialog im Dunkeln nachempfinden, wie sich Blinde fühlen. Von einem blinden Führer wurde jeweils eine Gruppe von sechs Personen durch die Erlebniswelt geführt. In fünf Räumen erleben die Besucher dort, wie es ist, blind zu sein. Der Weg führt zum Beispiel durch einen nachempfundenen Park mit Bach und Vogelgezwitscher sowie eine Stadtlandschaft mit Marktstand und hupenden Autos.

Blindes Vertrauen

Früher dachte ich, dass es dunkel ist, wenn ich abends im Bett liege und alles nur noch schemenhaft erkenne. Was richtige Dunkelheit, was totale Finsternis ist, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Jetzt weiß ich es: Totale Finsternis ist beängstigend, ungewohnt und doch eine wertvolle und wichtige Erfahrung. Bei der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ in der Hamburger Speicherstadt werden Sehende von blinden „Guides“ durch deren ganz normale Alltagswelt geführt – in totaler Finsternis. Auch ich wagte den Versuch.
Als ich den Raum im Halbdunkeln betrete, wirkt alles noch ganz normal. Alles, was leuchtet, müssen wir abgeben. Keine Handys, keine Uhren und keine Taschenlampen dürfen mit in die Ausstellung. „Habt ihr wirklich alles abgegeben?“, fragt unser blinder Guide Marc die kleine Gruppe. Wir nicken, bis uns einfällt, dass wir im Dunkeln sind. „Ja“, sagen wir und die Tour geht los. Mit einem langen weißen Blindenstock in der Hand taste ich mich vorsichtig in die totale Finsternis hinein. Jetzt sehe ich gar nichts mehr, nicht einmal meine eigene Hand vor Augen. [...]
Panik steigt in mir hoch, denn ich habe keinerlei Orientierung mehr. „Wo stehe ich jetzt genau? Wo sind die anderen? Und wie komme ich jetzt weiter?“, frage ich mich. Marc beruhigt uns schnell: „Keine Angst. Vertraut mir.“ Das machen wir gerne, denn schließlich bleibt uns keine andere Möglichkeit, heil durch dieses finstere Labyrinth zu kommen. Marc fragt nach unseren Namen und behält sie sofort. Etwas wackelig auf den Beinen wagen wir die ersten Schritte. Ich traue mich kaum, einen Fuß vor den nächsten zu setzen. Auf einmal scheint mein Gleichgewichtssinn völlig außer Kraft gesetzt zu sein. Das ist kein Wunder, denn schließlich sieht auf einmal alles gleich aus: Pechschwarz. Ob ich auf den Boden, an die Decke, nach rechts oder links schaue bleibt gleich. Ich könnte genauso gut meine Augen schließen. Das mache ich aber nicht, sondern taste mich langsam in die Richtung von Marcs Stimme. „Hierher, hier bin ich!“, ruft er uns immer wieder zu. Und tatsächlich: Anhand der Stimme erkennen wir seine Position. Bis wirklich alle angekommen sind, fragt er immer wieder alle Namen durch und kann lediglich durch die Stimmen ihren momentanen Aufenthaltsort erkennen und sie zu uns lotsen. Wir laufen über Rasen, hören den Kies unter unseren Füßen knirschen und auf einmal leises Geplätscher. „Dort vorne ist ein Bach und wir laufen jetzt über die Brücke“, erklärt uns Marc. Mir rutscht sprichwörtlich das Herz in die Hose. Als ob das Laufen in der Finsternis nicht ohnehin schon schwierig ist! „Kann man da reinfallen?“, frage ich. Niemand um mich herum lacht. Es scheinen alle ein bisschen Angst zu haben. Doch Marc leitet uns sicher über die Brücke. Dann geht es durch einen Park, wir fühlen an Bäumen und Pflanzen und versichern uns immer wieder, dass unsere Freunde in unsere Nähe sind. Keiner scheut sich mehr vor Körperkontakt. Wenn ich die Hand einer Freundin greife, fühle ich mich sicher und wohl. Vor allen Dingen aber fühle ich mich nicht mehr allein.
Dann geht es in die Stadt und ohrenbetäubender Lärm erschreckt uns. Plötzlich rast ein LKW an mir vorbei, ich höre lautes Hupen und schrecke innerlich zusammen. Diese Szene kann ich mir richtig gut vorstellen und umso größer wird die Furcht, die in mir aufsteigt, als Marc verkündet, dass wir jetzt die Straße überqueren sollen
Doch auch dieses Hindernis meistern wir mit Bravour. Schon sind wir auf dem Markt angekommen. "Fühlt mal!", fordert uns Marc auf. Ich nehme etwas Spitzes in die Hand und rieche daran. „Eine Ananas?“, frage ich und behalte Recht. Auch Äpfel, Porree und Orangen erlebe ich mit allen Sinnen – außer mit den Augen. Auf unserem Weg fühle ich einen Briefkasten und eine VW-Ente. Je länger ich in der Dunkelheit weile, desto sicherer werde ich mir. Doch was heißt schon sicher, wenn ich mit meinem Blindenstock zunächst aus Versehen alle meine Mitstreiter berühre, um dann vorsichtig und wackelig ein paar Schritte zu machen. Dann machen wir eine Bootsfahrt und es ruckelt heftig. Möwengeschrei und Hafengeräusche, die ich aus der Hansestadt bestens kenne, werden auf einmal intensiv und beruhigen, weil sie bekannt sind.
Zum Schluss geht es in die „Dunkelbar“. Marc führt uns an die Theke und blinde Mitarbeiter verkaufen uns Lakritzschnecken, Schokoriegel und Chips. Sie erfühlen den Wert der Münzen, während wir damit völlig überfordert wären. Irgendwie schmeckt die Schokolade im Dunkeln ganz anders. Aber wie? Hm … keine Ahnung. Wir kommen mit Marc ins Gespräch, fragen ihn nach seiner Krankeheit, nach der Arbeit beim „Dialog im Dunkeln“ und danach, ob wir ihn gleich noch sehen können. „Nein, das verstößt gegen die Spielregeln. Ich sehe euch nicht, also seht ihr mich auch nicht.“ Schade, aber gut nachvollziehbar.
Nach eineinhalb Stunden verlassen wir die Dunkelheit und nähern uns vorsichtig dem Licht. „Ist das hell!“, rufen einige und kneifen die Augen zusammen. Wir hatten uns schon an die Dunkelheit gewöhnt und sind geblendet von dem vielen Licht. Draußen fühle ich mich noch immer benommen und denke über das nach, was ich erlebt habe. In der Stadt sehe ich einen Blinden, der sicher mit dem Blindenstock seinen Weg geht. Ich bewundere ihn.

Lisa Korte

Am Samstag, 26. April begann das Programm mit einem Besuch bei der Aufzeichnung der ZDF-Kochsendung „Lafer! Lichter! Lecker!“. Hier konnten die jungen Journalisten einmal hautnah erleben, wie eine Fernsehsendung produziert wird und wie viele Personen allein an der Aufzeichnung beteiligt sind.

Du bist, was du kochst

Es ist warm im kleinen ZDF-Studio in Hamburg. Während das Publikum seine Plätze einnimmt, werden immer wieder Schälchen mit frischen Lebensmitteln auf die Kochinsel der Profiköche gestellt. Heute werden Hähnchenschenkel, grüner Spargel und Kräuter kameragerecht drapiert, schließlich ist das Auge mit. Noch zehn Minuten bis zum Beginn der beliebten Kochsendung „Lafer! Lichter! Lecker!“. Ein Publikumsanimateur begrüßt die gespannten Anwesenden und erklärt den Ablauf der Sendung. Man soll möglichst hungrig aussehen und Begeisterung ausstrahlen. Endlich ist es soweit, die Profiköche Horst Lichter und Johann Lafer begrüßen die Hobbyköche vor dem Fernseher und im Studio. Die Schauspielerin Felicitas Woll und Komiker Bodo Bach stehen den Köchen als prominente Küchenhilfen zur Verfügung. Die Kochshow kann beginnen.
Kochen ist Entertainment. Schon lange ist Kochen nicht nur Essenszubereitung. Ganz nach dem Motto „Du bist, was du kochst“ steht der Küchenzauber meist für einen bestimmten Lifestyle. Ob improvisiert oder ganz nach Rezept der großen Meister, für jeden kleinen Koch gibt es im Fernsehen das passende Format. Der Kochboom bringt eine Vielzahl an verschiedenen Kochsendungen zu Tage: Da gibt es für Reisefreude die „kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener“, oder Kochduelle wie „das perfekte Dinner“, „schmeckt nicht – gibt’s nicht“ mit Tim Mälzer ist ideal für die Experimentalisten. Ob für Jung oder Alt, von Jamie Olivier bis Alfred Biolek, es ist für jeden etwas dabei. Doch wo liegt der wahre Reiz dieser Sendungen? Wieso schaut jeder fünfte Bundesbürger mindestens zwei mal pro Woche Stars beim Kochen zu? Essen ist ein Zeichen von Wohlstand, genau wie eine schöne Wohnung oder Meinungsfreiheit. Da wir im Vergleich zu vielen Entwicklungsländern in einem absoluten Wohlstand leben, zelebrieren wir ihn auch so gerne. Die schönen Wohnungen werden in Fernseheinsätzen komplett umgestaltet, jeder noch so unwichtige Mensch tritt seine Meinung in den Medien breit und zuletzt werden die teuersten Lebensmittel gekonnt verarbeitet und vor der Kamera serviert. Lebensmittel wie Hummer und Kaviar, die sich ein Normalbürger kaum leistet kann. Im „perfekten Promi-Dinner“ kommt sogar alles zusammen. Da werden Gerichte passend zum Charakter der B-Promis und der Gestaltung ihrer Wohnung hergereichtet und mit Klatsch und Tratsch präsentiert. Es wundert
nicht, dass es nun auch die Kategorie „beste Kochshow“ beim Deutschen Fernsehpreis gibt und dass dort 2007 „das perfekte Dinner“ gewonnen hat.
Wenn das Essen an sich nichts mehr Besonderes ist, dann muss es eben mediengerecht aufgearbeitet werden. Es spricht auch nichts dagegen, sich intensiv mit Ernährung auseinander zu setzten. Leider haben Kochsendungen nur wenig Einfluss auf unser Essverhalten. Aspekte wie Erziehung, Zeit und finanzielle Möglichkeiten sind meist ausschlaggebendere Faktoren. „Die Leute sitzen vorm Fernseher, schauen anderen beim Kochen zu und essen selber dabei eine Tiefkühlpizza“, behauptet Otto Geisel, Vorsitzender vom Verein Slow Food Deutschland. Demgegenüber steht natürlich der Anreiz, neues in der Küche auszuprobieren, der auf alle Fälle durch solche Sendungen geschaffen werden kann. Zudem zeigen Sendungen wie „Jamie’s School Dinners“ dass sich das oft mangelnde Bewusstsein gegenüber gesunder Ernährung mit einigen kleinen Kochtricks herstellen lässt. Mit seiner Mission zieht Jamie Oliver durch die Schulkantinen von Großbritannien und zeigt, was es außer Fast Food noch so alles gibt. Denn wenn man schon im Überfluss lebt, dann kann man diesen auch gesundheitsgerecht nutzen. Kochen zu inszenieren ist auch wieder nur eine Art Kunst, die wir bloß auf das grundlegendste Element unseres Lebens anwenden: Das Essen. [...]
Diese Form von Lebensgestaltung mag in dem Hintergrund von Hungerkatastrophen sehr seltsam erscheinen, doch unsere Kultur zu verleugnen wird diese Ungleichverteilung auch nicht beheben. Schließlich spiegeln die Medien unsere Kultur wider: Die Wohn-, die Meinungsfreiheits- und Kochkultur.
Insgesamt ist individuelles Kochen nur eine Ergänzung zu unserer Lebensgestaltung. Dennoch ist es seltsam, wie im Hamburger Studio der Hunger plakatiert wird. Das Gericht steht angerichtet auf dem Essenstisch und die Fernsehköche Lichter und Lafer wünschen einen guten Appetit und verabschieden sich vom Publikum vor den Bildschirmen, welches jetzt mit Magenknurren die letzten Bilder von den spärlich gefüllten Teller genießen darf. Der Abspann läuft und die Teller sind immer noch unangetastet. Während das hoch gepriesene Mahl vor sich hin dampft, fotografieren Reporter den gedeckten Tisch mit den Hauptakteuren. Schließlich scheint die Show tatsächlich ein Ende zu haben. Die Köche stehen auf und geben dem Publikum nun die Erlaubnis zu kosten. Wie die Geier stützen diese schließlich auf grünen Spargel und Hähnchenkeulen. Man muss an die Hungeraufstände in den Nachrichten denken und was bleibt ist ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

Christine Siefer

Mit einem weiteren Einblick in die Hamburg Medienlandschaft ging es am Nachmittag weiter. Andreas Werner, Chef vom Dienst der Tagesschau, führte die Teilnehmer durch die Studios und Redaktionen der Nachrichtensendung und nahm sich anschließend ausreichend Zeit für alle Fragen der Nachwuchsjournalisten. Am Abend bot die „Lange Nacht der Museen“ eine gute Möglichkeit, die unterschiedlichsten Museen in der Hansestadt zu besuchen.
Den letzten Tag der Recherchereise (Sonntag, 27. April) begannen einige der jungen Journalistinnen und Journalisten in den Morgenstunden mit einer Recherche auf dem bekannten Hamburger Fischmarkt. Anschließend hatte die Hamburg Tourismus GmbH für die Teilnehmer einen Besuch im Hamburg Dungeon organisiert. Die Attraktion in der Speicherstadt gibt auf lustige und zugleich gruselige Weise in die facettenreiche Hamburger Geschichte. Am Nachmittag machte sich die Gruppe schließlich wieder auf den Heimweg.
Zwischen den festen Programmpunkten blieb den Nachwuchsjournalisten immer noch genug Zeit, weitere Themen zu recherchieren und andere Seiten der Hansestadt kennen zu lernen, um so einen möglichst umfassenden Eindruck von Hamburg zu bekommen.

Fazit:

Die Recherchefahrt bot den Teilnehmern eine gute Mischung aus Einblicken in professionelle Medien, organisierten Recherche-Programmpunkten und freier Zeit, die für individuelle Recherche genutzt werden konnte. Auch die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv.

Das würde die Verbesserung bringen:

Idee von:
Unterstützt von:
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Ort:
 

Städtetrip mit Stift und Papier

Städtetrip mit Stift und Papier – Medienstadt Hamburg erleben

Vom 24. bis 27. April besuchten zwölf Mitglieder des Essener Jungjournalistenvereins Junge Presse e.V. die Hansestadt Hamburg. Ziel der Recherchereise war es zum einen, die Stadt aus touristischer Sicht kennen zu lernen, um sich so als Reisejournalist versuchen zu können, zum anderen standen Besuche in Redaktionen und Fernsehstudios auf dem Programm. Auf diese Weise konnten die 17- bis 24-jährigen Teilnehmer einen Einblick in die Medienstadt Hamburg bekommen.

Das Team



Ich bin dabei!

 
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