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Bildquelle: © Claudia Hautumm/ PIXELIO
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Taille eines Mädchens mit einem Maßband

 

Kochbuch

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Essstörungen

Bei Essstörungen denkt man meist zuerst an Bulimie oder Magersucht. Dies sind auch ...
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Essstörungen

Bei Essstörungen denkt man meist zuerst an Bulimie oder Magersucht. Dies sind auch in der Tat die beiden bekannteren Formen - die rein zahlenmäßig mehr verbreitete Form ist jedoch die Esssucht:

Knapp 1 % der 15- bis 35-Jährigen leidet unter Magersucht (Anorexie),

3-4 % unter Ess-Brech-Sucht (Bulemie) und 

6 % unter Esssucht.

Immer noch sind weitaus mehr Frauen als Männer betroffen. 

 

Essstörungen setzen dem Körper arg zu - doch auch die Seele leidet!

 

Hinter der Idee, dass doch "eigentlich alles in Ordnung und völlig normal" sei, entwickeln sich leichte Essstörungen häufig zu ausgewachsenen Problemen, die dann nur selten alleine überwunden werden können.

 

Viele Menschen, insbesondere Frauen, möchten das vorgegebene Schlankheitsideal erreichen, um natürlich von den in den Medien suggerierten Vorteilen zu profitieren. Das Streben nach diesem Schlankheitsideal kann dazu führen, dass die Betroffen in die Magersucht abrutschen. So kann aus einer einfachen Diät ein gefährliches Krankheitsbild entstehen.

 

Zwar sind Werbung und Medien nicht die einzigen Ursachen für die zunehmende Häufigkeit von Essstörungen, Medieneffekte dürften aber zumindest indirekt das Verhalten der Konsumenten beeinflussen und ein Klima schaffen, dem sich Jugendliche oft schwer entziehen können. Günther Rathner, Kinderarzt an der Universität Innsbruck und Obmann des „Netzwerkes Essstörungen“, fordert daher die Medien auf, einen positiven Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten, indem kein „gnadenloses, gesundheitsgefährdendes Schlankheitsideal“ propagiert werde.

 

Besonders im Internet nimmt diese Schlankheitsideal - Propaganda enorm zu.

 

Jugendschutz.net hat in seinem ersten Bericht zur Verherrlichung von Ess-Störungen im Internet festgestellt, dass 80% der untersuchten 270 Internetseiten für Jugendliche potenziell gefährlich sind und vermeldet Erfolge bei der Löschung unzulässiger Diskussion - oder Chat- Foren. „Dünn sein ist wichtiger als gesund sein!“ Das ist eines von zehn Geboten, die in so genannten Pro-Ana-Foren (Pro-Anorexia-Foren) im Internet oft zitiert werden. Die Diskussionsforen und Blogs, die meist von magersüchtigen Mädchen betrieben werden, verharmlosen die Krankheit als eine Art Lifestyle. Katja Rauchfuß von jugendschutz.net erklärt das diese Internetangebote für Jugendliche sehr gefährlich sein können :„Sie bestätigen Jugendliche in ihrer oft lebensbedrohlichen Magersucht und können diese sogar noch verstärken. Problematisch für Jugendliche sind Inhalte, die die Krankheit leugnen, ihre Folgen verharmlosen oder verherrlichen“. Zum Beispiel tauscht man sich in diesen Foren wie man die Ess-Störung möglichst lange verheimlichen und sich noch weiter ins Untergewicht hungern kann oder welches Essen sich am leichtesten erbrechen lässt. Hinzu kommen Beiträge in Videoplattformen oder sozialen Netzwerken: „Auf Web 2.0-Angeboten wie YouTube oder MyVideo finden wir immer mehr so genannte Thinspirations-Videos von bis auf die Knochen abgemagerten Frauen, die als Idealbilder dienen“ , berichtet Katja Rauchfuß.

 

Auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als Internet-Aufsicht und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) stufen solche Pro-Ana-Angebote als jugendgefährdend ein, weil sie zu „bleibenden Gesundheitsschäden oder zum Tod“ führen können. Jugendschutz.net setzt sich dafür ein, dass möglichst viele unzulässige Angebote geschlossen werden und hat mit seinen Maßnahmen in über 70 Prozent der Fälle auch Erfolg. „Insbesondere Provider können und müssen mehr gegen die Verherrlichung der Magersucht tun“, fordert Rauchfuß. „Beispielsweise, indem sie solche Foren, Gruppen, Blogs oder Videos in ihren Geschäftsbedingungen untersagen, sie löschen und statt dessen auf seriöse Beratungsangebote wie magersucht.de oder magersucht-online.de verweisen.“


Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert über die verschiedenen Formen von Essstörungen - dazu zählen neben Magersucht, Bulimie und Ess-Sucht auch noch die Latente Ess-Sucht. Es werden Abläufe, Muster und Ursachen beschrieben und es gibt Antwort auf die Frage "Bin ich essgestört?"
Diese sehr informative Site findet ihr unter
www.bzga-essstoerungen.de.


Die BZgA stellt auch unter der Nummer 0228 / 892 031

eine anonyme Hotline für Essstörungen zur Verfügung,

an die ihr euch zu folgenden Zeiten wenden könnt:

 

Montags bis Freitags: 10:00 bis 22:00 Uhr

Freitags bis Sonntags: 10:00 bis 18:00 Uhr

 


Auch in Essen gibt es Beratungsstellen, an die ihr euch anonym und kostenlos wenden könnt:

 

AG Mädchen und Sucht

für Mädchen von 12 bis 16 Jahren

 

Jugendzentrum Essen

Papestr. 1

45147 Essen

Eure Ansprechpartnerin ist:

Andrea Petri-Bartfeld

Tel. : 0201 / 88-51 165

Fax: 0201 / 88-51 138

E-Mail: andrea.petri-bartfeld(at)jugendamt.essen(dot)de

Suchthilfe direkt Essen gGmbH

für Mädchen von 12 bis 16 Jahren

 

Hoffnungstr. 24

45127 Essen

 

Eure Ansprechpartnerin ist:

Jutta in der Weide

Tel. 0201 / 8603-433

Fax 0201 / 8603-400

E-Mail: Inderweide(at)suchthilfe-direkt(dot)de

Web: www.suchthilfe-direkt.de

Distel e. V.

Psychologische Beratung für junge Frauen ab 17/18 Jahren

 

Julienstr. 26

45130 Essen

 

Eure Ansprechpartnerin ist:

Brigitte Kissel

Telefon: 0201 / 77 67 77

Fax: 0201 / 87 76 089

E-Mail: info(at)distel-ev(dot)de

Web: www.distel-ev.de

Frauen-Treff & Beratung

Frauen helfen Frauen Essen e. V.

für junge Frauen ab 17 Jahren

 

Zweigertstr. 29

45130 Essen

 

Eure Ansprechpartnerin ist:

Cornelia Simmberg

Tel.: 0201 / 78 65 68

Fax: 0201 / 722 13 61

E-Mail: frauenberatung.essen(at)arcor(dot)de<//font><//font><//font>

Web: www.frauenberatung-essen.de

 

 

 

 

Gesundheitsamt Essen

Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst

 

Hindenburgstr. 29

45127 Essen

Ansprechpartnerinnen: Frau Adam, Frau Schleier

Tel.: 0201 / 88-53 432

        0201 / 88-53 429

Fax: 0201 / 88-53 453

 

Jugendpsychologisches Institut

für Jugendliche und deren Familien

 

Paßstr. 2

45276 Essen

 

Kopernikusstr. 343

45143 Essen

 

Altenessener Str. 343

45326 Essen

 

Ansprechpartner: Herr Dr. Hömberg

Tel. 0201/ 88-51327

Fax 0201/ 88-51597

E-mail: jpi(at)jpi.essen(dot)de

Weitere Infos hier.

 

Telefon-Notruf für Suchtgefährdete Essen

für Betroffene und Angehörige jeden Alters

 

Am Korstick 22

45239 Essen

Ansprechpartner: anonym

Tel. 0201 / 40 38 40

Fax 0201 / 40 94 70

E-mail: tno(at)gbs-sozial(dot)de

 

Selbsthilfegruppe Wiese e.V.

für Betroffene und Angehörige ab 18 Jahren

 

Pferdemarkt 5

45127 Essen

Tel. 0201 / 20 76 76

Fax 0201 / 20 74 08

E-mail: Wiese.Selbsthilfe(at)t-online(dot)de

Web: www.WieseNetz.de

 

Telefonische Beratungszeiten:
montags, dienstags, freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr,
mittwochs von 14:00 bis 19:00 Uhr
und donnerstags von 14:00 bis 17:00 Uhr


Weitere Informationen und Adressen von Beratungsstellen findet ihr auch auf den Seiten

www.bulimie-online.de

und

www.magersucht-online.de

Die Inhalte dieser Seiten sind von Betroffenen für Betroffene zusammengestellt.
Außerdem gibt es eine Kommunikationsplattform für Menschen mit Eßstörungen und deren Angehörige unter

www.hungrig-online.de


Zusätzlich zu Informationen zu Bulimie und Magersucht bekommt ihr auf der Seite www.essprobleme.de auch Infos zu Fettsucht (Adipositas) und Heißhungerattacken (Binge-Eating). Ein Selbsthilfeforum, medizinische Informationen und Büchertipps ergänzen die Seite noch.

 

Weitere Infos findet Ihr auf:

 

www.fitnesswelt.com/11/content.html

www.suchtmittel.de/info/essstoerungen/001607.php

 

www.klicksafe.de/service/aktuelles/news/magersucht-im-internet---8-von-10-angeboten-gefaehrlich.html

 

 

 

 
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