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Rückblick 2014

Das Jahr 2014 war ein projekt- und ereignisreiches Jahr für das Jugendmedienzentrum der Stadt Essen. In Kooperation mit Medienprojekt Essen / Medienzentrum Ruhr fanden in den Oster-, Sommer- und Herbstferienwochen 2014 wieder engagierte Video- und Fotoworkshops statt, die allen interessierten Kindern und Jugendlichen offen standen. Eine Dokumentation einer Osterferien-Projektwoche 2014 steht als pdf (1,2Mb) zum download bereit.

Doch auch außerhalb der Ferienzeit ist in der Frankenstraße einiges los. Mit Partnerinnen und Partnern der schulischen, politischen, kulturellen und beruflichen Jugendbildung konnten über das Jahr verteilt zahlreiche weitere Projekte realisiert werden.


Betriebspraktika

Im Januar 2014 startete das Bildungswerk der Humanistischen Union zum zweiten Mal ein dreiwöchiges Medienbetriebspraktikum für alle, die sich für Medienberufe, Geschichte, Sozialwissenschaften, Pädagogik oder politische/gesellschaftliche Themen interessieren. Produziert wurde in diesem Jahr das facettenreiche Videomagazin "migration - what else?". Schülerinnen und Schülern der 9. und 11. Jahrgangsstufe der Frida-Levy-Gesamtschule konnten bereits 2013 - als erstes Angebot dieser Reihe - mit dem sehenswerten Ergebnis "Working Frida"  einen bundesweit ausgelobten Preis zur politischen Bildung gewinnen. Auch im Januar 2015 findet mit "Ankommen in der Migrationsgesellschaft" ein weiteres attraktives dreiwöchiges Medienbetriebspraktikum in Kooperation mit der Frida-Levy-Gesamtschule und dem Journalistenbüro Zeitzeuge in den Räumen des Jugendmedienzentrums in der Frankenstraße statt.

Video: Medienbetriebspraktikum


Medienkompetenz

Im Frühjahr 2014 setzten sich Schülerinnen und Schüler der Realschule Überruhr in einem kompakten Medienworkshop mit dem Thema "Gerechtigkeit und Toleranz in der Einwanderungsgesellschaft" auseinander und gewannen mit ihrer Arbeit den schulintern ausgelobten Löwenstein-Award. 

Im Sommer 2014 schulten Jugendliche aus der beruflichen Bildung ihre Medienkompetenz und beschäftigten sich diesmal mit "Geschichte(n) vom Leben und Arbeiten in der Migrationsgesellschaft". Im Sommer 2013 stand das Thema Selbermachen/Handwerk im Fokus des Medientrainings "handmade". Die intensiven Workshopwochen fanden in Kooperation mit dem Hattinger Bildungsträger HAZ - Arbeit+Zukunft, dem Bildungswerk der Humanistischen Union und dem Journalistenbüro Zeitzeuge statt.

Mit einem Theaterstück näherten sich die Jahrgangsstufe 9 der Frida-Levy-Gesamtschule im Spätsommer dem Thema Mobbing/Cybermobbing, bevor sich einige Jugendliche in Form von Medienworkshop-Angeboten medial mit dem Thema und dem Theaterstück auseinandersetzten. Auch in diesem Jahr, wie immer am 18.Dezember, setzen engagierte Schüler der Mittel- und Oberstufe unter Einsatz des 2013 selbstproduzierten Films "Frida Levy - Ein Name wird Programm" den Gedanken der Peergroup-Education in den 6. Klassen eigenständig um. Das Jugendmedienzentrum und das Bildungswerk der Humanistischen Union unterstützen die Aktivitäten auch dieses Jahr wieder.

Video: Frida Levy - Ein Name wird Programm




Museobil Workshopwochen

Im Rahmen der bundesweiten Museobilboxprojekte "Museum zum Selbermachen" kooperierte das Jugendmedienzentrum mit dem LWL-Industriemuseum Henrichshütte und es entstanden im Rahmen von zwei einwöchigen Herbstferienworkshops eine "Doku-Soup!" und eine weitere "Mordsgeschichte" zum Thema Hattingen und Henrichshütte. In der ersten Workshopwoche führten die Kinder und Jugendlichen zum Thema "Heimat - my pott" engagierte Interviews und recherchierten in der Umgebung ihres Jugendtreffs. Ganz nebenbei lösten sie vor laufender Kamera einen Kriminalfall der sich bei einem Besuch der Henrichshütte Hattingen ereignete. Der zweite Workshop beschäftigte sich zunächst ebenfalls mit dem "Heimat - my pott" - bis zu dem Tag als die Mordermittlungen in der Henrichshütte begannen ...  


Kulturrucksack

2014 war aber auch das Jahr, in dem der Kulturrucksack Essen mit seinen umfangreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 - 14 Jahren gestartet wurde. Das Jugendmedienzentrum unterstützte viele der Kulturrucksackprojekte mit Räumen, Medientechnik und technischen Dienstleistungen. Wie fruchtbar diese Zusammenarbeit war, lässt sich beispielsweise an der intensiven Projektkooperation mit der Fatih Moscheejugend in Essen-Katernberg, dem Bildungswerk der Humanistischen Union und der Jugendkantorei der evangelischen Auferstehungskirche ablesen. Das über 6 Monate laufende Medienprojekt "Katernberger Kontrastikum" ermöglichte ein erstes Kennenlernen, ungewöhnliche Begegnungen sowie einen ersten kurzen Dialog zwischen Moscheejugend und Jugendkantorei. Das komplette Projekt wird demnächst ausführlich auf den Kulturrucksackseiten vorgestellt. Ebenso spannend war die Theaterarbeit mit den Moschee-Kids aus Katernberg. Einen Kurzbericht über eine Theaterpremiere eines Kulturrucksackprojekts stellen wir Ihnen audiovisuell vor.

Video: Wie klingt eine Moschee? Chorjugend trifft Moscheejugend



Video: Wie klingt eine Kirche? Moscheejugend trifft Chor



Video: Bericht zur Theaterpremiere "Der Fernseher ist kaputt"




Weitere Projekte

Auch im Rahmen der Interkulturellen Woche (Arche Noah) kooperierte das Jugendmedienzentrum umfangreich mit den Arche-Noah-Veranstaltern und bespielte die Videoprojektion hinter der Bühne bei Wind und Wetter gemeinsam mit interessierten Jugendlichen im täglichen Dreikamerabetrieb. Ebenso wurden zusammen mit dem Arbeitskreis Jugend die Jugendaktivitäten zum Wahljahr 2014 und zur Kampagne umdenken-jungdenken! begleitet und auf townload-essen.de dokumentiert. 

Ein Highlight sind zudem die Essener Medientage, welche vom Jugendmedienzentrum regelmäßig einmal im Jahr und mit großer Resonanz veranstaltet werden. Auch im Bereich der Schulungen und Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte wurden Angebote realisiert. So unterstützte das Jugendmedienzentrum das landesweite Projekt Medienpass NRW bei der Durchführung einer Medienpass-Schulung und unterstützte die hieraus entstehenden Projektangebote. So konnte z.B. das beachtenswerte Projektangebot "Literatur als Brücke zum interkulturellen und intergenerationellen Dialog" in Kooperation mit der Erich-Kästner-Gesamtschule, dem Bildungswerk der Humanistischen Union und der Stadtteilbibliothek Freisenbruch gestartet werden.