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Rückblick 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch das Jahr 2015 konnte vom Jugendmedienzentrum der Stadt Essen erfolgreich genutzt werden, um diverse Projekte im Bereich Film, Fotografie und Tontechnik durchzuführen. In Kooperation mit Medienprojekt Essen / Medienzentrum Ruhr fanden in den Oster-, Sommer- und Herbstferienwochen 2015 wieder engagierte Video- und Fotoworkshops statt, die allen interessierten Kindern und Jugendlichen offen standen.

Aber auch außerhalb der Ferienzeit ist in der Frankenstraße wieder einiges los gewesen. Mit Partnerinnen und Partnern der schulischen, politischen, kulturellen und beruflichen Jugendbildung konnten über das Jahr verteilt zahlreiche weitere Projekte realisiert werden.


"Messing Up" - Schülerfilmprojekt Maria-Wächtler-Gymnasium

Nach langer Vorbereitungszeit konnte der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 11 des Maria-Wächtler-Gymnasiums mitte Januar endlich mit den Dreharbeiten für ihren eigenen Kinofilm -"Messing Up" - beginnen. Die Drehorte waren unter Anderem der Grugapark, Baldeneysee und die Zeche Zollverein. Besonders Wert wurde auf die Realisierung der Charaktere und deren Entwicklung gelegt.

Die Komödie erzählt humorvoll die Geschichte zweier bester Freunden, die nach dem Abitur unfreiwillig zwischen die Fronten eines Konflikts zwischen zwei Drogenkartellen geraten.

Das Jugendmedienzentrum konnte den Literaturkurs durch ihr technisches Equipment sehr gut unterstützen.


Schülerprojekttage - "Internet, aber sicher!"

Als Cybermobbing werden verschiedene Formen der Diffamierung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel bezeichnet. - Deswegen wurden an der Realschule Stoppenberg Projekttage in allen Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 zum Themenbereich "Internet, aber sicher!" bis zum Schuljahresende 2015/2016 durchführen.

Gewaltvideos auf dem Handy, Einstellung von urheberrechtlich geschützten Fotos und Videos bei Youtube, die Schüler nutzen Medien für solche Zwecke auch in der Schule und privat! In den letzten Jahren ist die Nutzung moderner Kommunikationsmedien rapide angestiegen.

Die Geräte zur Nutzung der Medien sind allgegenwärtig, Kinder und Jugendliche wachsen ganz selbstverständlich mit ihnen auf. Das Internet bietet sowohl in der Schule, Arbeitswelt, als auch in der Freizeit vielfältige Vorteile. Es ist nicht mehr wegzudenken. Mit der Weiterentwicklung des Smartphones ist nun jeder nahezu immer und überall online und erreichbar. Das hat Vor- und Nachteile.

Die sogenannte Cyber-Kriminalität verursacht vielfältige Schäden; Menschen werden auch verletzt und beleidigt. (z.B. Kinderpornografie, Cybermobbing...) Zudem gibt es in allen Altersgruppen Menschen, welche die Kontrolle über ihre Computerspiele und Internetnutzung verlieren.

Ein Beitrag von Radio Essen ist hier zu hören-  http://www.radioessen.de/uploads/pics/140315_Cybermobbing_01.mp3


Literatur schlägt Brücken

Gut vorbereitet und medial ausstaffiert waren die Jugendlichen der Erich-Kästner-Gesamtschule, nachdem sie verschiedene medienpraktische Workshops und Interviewtrainings absolviert hatten.

Ihr Vorhaben war:
lebensgeschichtliche Interviews mit Leser_innen verschiedener
Generationen und Herkunft der Stadtteilbücherei Essen Freisenbruch zu führen und medial für die lokale – und die Schulöffentlichkeit auf zubereiten. Die teilnehmenden Erwachsenen wurden gebeten, literarische Texte aus der Kindheit (ein Lieblingsgedicht/eine Kurzgeschichte etc.) vorzutragen (evtl. auch gerne zweisprachig) und sich an Leseerfahrungen ihrer Kindheit/Jugend zu erinnern.

Über diesen Einstieg wurden Dialoge über biografische Stationen und Literatur eröffnet, dabei standen Migrationsgeschichten ebenso im Mittelpunkt des Interesses, wie individuelle Literatur/Mediennutzung an sich, das Verhältnis zur Herkunftssprache und Mehrheitssprache uvm.

Sechs Interviews wurden von den Schüler_innen vorbereitet und geführt und anschließend - digital geschnitten - für ein Medienprodukt zusammengefasst. Dieses kann in lokalen Einrichtungen, der Schule und im Kontext migrantischer Archive gezeigt werden.  Ziel ist es aber nicht nur migrantische Positionen und Perspektiven in den lokalen und regionalen Diskurs gleichberechtigt aufzunehmen sondern auch Räume/ Lernorte für den Austausch zu schaffen und Methoden zu erproben, die es eben leisten können, Erfahrungen und Erinnerungen von Migrant_innen Gehör zu verschaffen und ihr „Angekommen sein“ in der Einwanderungsgesellschaft nicht in Frage zu stellen.

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Projektpartner: Bildungswerk der Humanistischen Union, Erich-Kästner-Gesamtschule, Stadtteilbibliothek Freisenbruch, Journalistenbüro Zeitzeuge TV, Jugendmedienzentrum der Stadt Essen

Besonderes Highlight war der Besuch von Schulministerin Sylvia Löhrmann, die das Projekt bereits als herausragendes NRW-Projekt im Haus der Technik geehrt hatte.


Summerstage: Verborgene Talente entdecken

In den Sommerferien hatten Teenager im Alter von 12 bis 16 Jahren wieder die Gelegenheit, ihr Bühnentalent unter Beweis zu stellen: Die Jugendhilfe Essen suchte unter dem Titel „Summerstage“ vom 6. bis zum 11. Juli neue Talente in den Bereichen Gesang, Video, Tanz und Theater. Vorkenntnisse waren für die Teilnahme nicht erforderlich, zum Abschluss winkte ein eigener Bühnenauftritt.

Egal ob Gesang, Tanz, Theater oder Video – die Workshop-Themen in der zweiten Ferienwoche waren vielseitig, denn jeder Show-Act wurde gebraucht, um gemeinsam ein rauschendes Musik-Spektakel auf der Bühne der Folkwang-Aula zu feiern.
Bei der Summerstage waren Jugendliche gefragt, die entweder bereits musikalisch geschult sind und ihr Können gerne zeigen möchten oder auch Teenager, die ihre verborgenen Talente erst noch entdecken möchten. Die Projektwoche hat in der Folkwang Musikschule Essen stattgefunden.


Trickfilmprojekt

Am 23. und 24. Juli fand im Rahmen des Kulturrucksackprojekts im Jugendmedienzentrum ein Trickfilmprojekt statt. In der Datei kann man sich einen kleinen Einblick verschaffen.


Arche Noah - Live-Übertragung

163 Planken, von Essener Bürgern gestaltet. Über 100 Mitwirkende aus über 15 Nationen. 25 Zelte, in denen internationale Vereine und Initiativen informieren und Köstlichkeiten aus aller Welt anbieten. Das alles sind Bausteine für die Arche Noah Essen, das große Gemeinschaftsprojekt, das Kulturen und Religionen in der Stadt verbindet und in diesem Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet. „Miteinander leben. Miteinander reden.“ – so heißt das aktuelle Motto der Arche Noah Essen.

Von Aufrichtigkeit bis Zivilcourage: Benedikte Baumann hat jeder Stunde des Bühnenprogramms ihr eigenes Thema gegeben. Experten des Alltags erzählen in kurzen Gesprächen von ihren persönlichen Erfahrungen. Es stehen Profis und Laien, Künstler und Vereine auf der Bühne. Das künstlerische Programm reicht von Klezmer bis Roma Rap, von Folklore bis zu polnischem Rock. Mit dabei sind u.a. Jubril Sulaimon und seine Artisten, die „Tanzmoto Dance Company“, die neunköpfige und fünfsprachige „Banda Senderos“ und die international bekannte Berliner Brass-Band „Beat’n Blow“. Ein absoluter Höhepunkt der diesjährigen Arche Noah: Am Freitag, ab 15 Uhr, singen alle Vertreter der Religionsgemeinschaften gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und Schirmherr der Arche Noah Essen, Reinhard Paß, und allen Gästen auf dem Kennedyplatz das hebräische Friedenslied „Hevenu schalom alechem“. Moderiert wird das zweitägige Bühnenprogramm von Radiojournalist Uwe Loch (Medienkombinat Essen).


Im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche wurde ein einwöchiges Programm auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Miteinander leben, miteinander reden“ wirken mehr als 100 Essener Einrichtungen und Gruppen aus über 15 Nationen mit.

Vier Meter hohe Arche Noah ankert auf dem Kennedyplatz | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/essen/vier-meter-hohe-arche-noah-ankert-auf-dem-kennedyplatz-id11005208.html


"Abgedreht"

Mädchen aus Vogelheim gehen auf filmische Zeitreise

-Eine Reise mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1920 soll es werden, angedreht vor der Kulisse der Zeche Zollverein.

„Moment noch“, sagt Alaa (13) und quetscht sich ins Innere der Schaumgummi-Null, die ganz mit Alufolie überzogen ist. Es fehlt noch der blitzende Helm auf ihrem Kopf, dann ist die Schülerin bereit für ihre Szene. Das ausrangierte Gummi gehörte einmal zu einer Jubiläums-50, und die Kopfbedeckung erinnert sehr an einen Sektkühler. Heute stellen die Requisiten eine Zeitmaschine dar. „Alles fertig? Dann los“, kommandiert Kamerafrau Melissa (13) und klatscht in die Hände. Der Dreh kann starten. „Wir vermitteln in der ersten Ferienwoche zehn Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren Umgang mit Medien, Schauspielern, Interviewführung, Drehbuchschreiben und Kulissenbau“, berichtet Sozialarbeiterin Esther Stabenow und beobachtet die Damen, wie sie nach einem Hänger vom Medienpädagogen Joachim Thommes für eine Wiederholung der Einstellung motiviert werden. Das Filmprojekt „Abgedreht. So wollen wir leben“, dass das Jugendamt über den Vogelheimer Computainer anbietet, sorgt für die Mädchen, überwiegend aus dem Norden, für viele Aha-Effekte. Denn es ist ein prall gefüllter Terminkalender und eine intensive Zusammenarbeit mit richtigen Profis, die auf die Mädchen warten. Die Dortmunder Designer Simon Mellnich und Oliver Mark hatten aus ihrem breiten Fundus nicht nur Schaumgummi-Null und Sektkühler mitgebracht, sondern auch ein altes Stehpult, die Bedienungsleiste einer Orgel und vieles mehr, aus dem die Mädchen unter Anleitung Zeitmaschine und Kostüme bauen konnten. Medienprofi Thommes hatte am ersten Projekttag im Computainer nicht nur mit den Teilnehmerinnen das Agieren vor der Kamera geübt, sondern auch noch ein Drehbuch für den rund 15-minütigen Kurzfilm erarbeitet. Eine Reise mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1920 soll es werden, abgedreht vor der Kulisse der Zeche Zollverein. Über die Reise in die Vergangenheit, fehlender Treibstoff sorgt für Verwicklungen, sollen sich die Mädchen ganz real auch mit eigenen Zukunftswünschen befassen oder sich einen Begriff davon bilden. „Wie sähe eine schöne Zukunft aus, in die man zurückreisen möchte“, erklärt Melissa Beige (13), die ihren Job als Kamerafrau vorübergehend abgegeben hat. Zur Auflockerung der filmischen Collage befragen die Mädchen auch noch richtige Zollverein-Besucher nach ihren imaginären Reisezielen in einer Zeitmaschine. „Das fand ich schon schwierig, einfach so die Leute zu befragen“, gesteht Melissa. Sie, und alle anderen Schülerinnen auch, werden vor als auch hinter der Kamera beschäftigt werden. „Jeder soll alles kennenlernen, das weckt viele Fähigkeiten. Daneben wird auch der gegenseitige Respekt gefordert, nämlich die Andere vor der Kamera mit ihrer Schokoladenseite zu zeigen“, berichtet Regisseur Thommes in der Drehpause. Das Ergebnis werden sich die Mädchen zusammen mit ihren Familien im Computainer anschauen. „Es gehört auch zu unserem Projekt, die Eltern während der Ferien zu entlasten und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Daran können sich dann auch Aktionen anschließen, etwa ein Besuch auf Zollverein“, erklärt Esther Stabenow. Aber vorher ist Melissa erstmal wieder gefragt. „Alles fertig?“, fragt sie ihre Schauspielerinnen.


Medientage - Potentiale der neuen Medien

Ein besonderes Highlight aus dem Jahr 2015 sind die Essener Medientage, welche vom Jugendmedienzentrum regelmäßig einmal im Jahr und mit großer Resonanz veranstaltet werden.

Welche Potentiale stecken in den neuen Medien? Wie können Smartphones und Tablets sinnvoll in den Alltag integriert werden? Wie können die Risiken minimiert und wie kann den Gefahren begegnet werden?

Diese und die vielen ungestellten Fragen wurden auf den Medientagen Essen angesprochen. Am Fachtag für Lehrer, Schulsozialarbeiter und Mitarbeiter in der Jugendarbeit wurde neben dem aktuellen Stand die Möglichkeit sein Medienwissen zu vertiefen in sieben Workshops geboten.
An den vier Schülertagen konnten die Jugendlichen spielerisch an 12 Stationen ihr know how unter Beweis stellen.