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Jugend fordert

Bereits 2013 haben sich in unterschiedlichen Jugendforen Jugendliche aus Essener Schulen, Jugendverbänden und Jugendhäusern unter dem Motto "umdenken - jungdenken" getroffen um aktuelle und drängende Themen zu diskutieren und hieraus Forderungen an Politik zu formulieren und über ein zentrales Jugendforum öffentlich zu präsentieren.

20 Essener Jugendliche haben die Themen, welche die NRW-Landespolitik betreffen am 24.01.14 bei einer landesweiten Veranstaltung im Landtag in Düsseldorf gegenüber der Jugendministerin Ute Schäfer vertreten.

Weiter ging es im Sommer 2014: Anlässlich der Kommunalwahl forderten Jugendliche Essener Parteien zur Stellungnahme auf. Ende 2014 setzten die Jugendlichen der beiden Jugendforen  "umdenken-jungdenken" und "mitWirkung!" den Fokus auf das Thema Duldung und führten im Dezember 2014 eine Diskussions-Veranstaltung zur Situation von geduldeten Kindern und Jugendlichen in Essen - mit Beteiligung von Verantwortlichen aus Verwaltung und Politik auf lokaler Ebene - durch. 

Und der Beteiligungsprozess geht weiter: Wir dokumentieren hier (PDF) die politischen Forderungen zu den acht Themenkreisen. Weiter geht es dann mit der Dokumentation der Stellungsnahmen der politischen Parteien zu diesen Forderungen.

Medien

Medien und Smartphones in Bildungsangeboten stärker und besser nutzen!
Mehr Aufklärung über die Gefahren im Internet (Cybermobbing, Viren, Datenmissbrauch)!

Integration und Duldung

Konsequente Ausnutzung von Ermessensspielräumen im Ausländeramt zur Verbesserung der Lebenssituation von geduldeten Menschen!
Transparenz über Verwaltungsentscheidungen in der Ausländerbehörde!
Faire Beratung von Geduldeten über rechtliche Möglichkeiten zur Erlangung eines Aufenthaltstitels!
Zusammenführung der für Geduldete zuständigen Fachbereiche (bisher: Integrationsmanagement Jugendamt/ Ausländerbehörde/ Jobcenter)!

Freizeit und Ehrenamt

Zeitfenster im Ganztags-Schulbetrieb und G8 zur Ausübung eines selbst gewählten Ehrenamts!
Vergünstigtes ÖPNV-Ticket für ehrenamtlich engagierte Jugendliche und junge Erwachsene (in Anlehnung an „Schoko-Ticket“ bzw. NRW-Studententicket)!
Bessere Kommunikation zwischen Stadt, Vereinen und Schulen bezüglich Hallenzeiten bzw. Schwimmbädern!
Mehr attraktive öffentliche Plätze für Jugendliche (ohne Konsumzwang, ohne „Vertreibung“ durch Polizei/Ordnungsamt/Erwachsene)!

Demokratie

Wahlalter senken! Auch unter 16 Jährige sollten Mitsprachemöglichkeiten in der Politik haben!
Wir fordern, dass Kommunen verpflichtend 2 x pro Jahr Jugendliche in politische Entscheidungen aktiv mit einbeziehen!

Bildung

Bessere Materialausstattung für Schulen und Turnhallen!
Bildung braucht Freiräume, um Ehrenamt zu ermöglichen, Hobbys wahrzunehmen und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen!

Inklusion

Inklusion braucht Zeit, Ressourcen und eine offene Haltung!
Begegnungsmöglichkeiten zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung schaffen!
Menschen mit Einschränkungen in die Planung von öffentlichen Maßnahmen und Bauvorhaben einbeziehen!
Weiterbildungsangebote für Lehrer und Pädagogen um sie für den Umgang mit jungen Menschen mit Handicap zu schulen!

Ökologie und Umweltschutz

Einrichtung von Natur-Schwimmbädern in Essen!
Mehr Grünflächen im Stadtgebiet!
Förderung von "Urban-gardening" Projekten in Essen!

Gegen Rechtsextremismus

Mehr und attraktivere Aufklärung von Jugendlichen an Schulen und in der Freizeit durch Organisationen und Personen, die sich wirklich auskennen!
Eine Fachstelle zur Aufklärung von Gewerbetreibenden und Kommunen, damit mit Nazis keine Geschäfte gemacht werden!