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Internationaler Frauentag am 8. März

Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter



Der Frauentag entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg, als Frauen verstärkt um Gleichberechtigung und Wahlrecht kämpften. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin setze sichauf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen für die Einführung eines internationalen Frauentages ein.

Heute ist der Internationale Frauentag am 08. März ein Datum, an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Der Tag soll die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung aufzeigen und dazu ermuntern, sich selbst für Gleichstellung einzusetzen.

Es geht an diesem Weltfrauentag vor allem darum, auf weltweit bestehende Diskriminierung und Zustände aufmerksam zu machen, wie zum Beispiel Kinderheirat oder weibliche Genitalverstümmlung.

2021 lautet das Thema der Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag Each for Equal. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das Jede*r für Gleichberechtigung.

#IWD2021 #EachforEqual



Gleichberechtigung in Deutschland und weltweit

In den letzten Jahrzehnten wurde für die Emanzipation und die Rechte der Frauen schon vieles erreicht. Doch auch wenn Mädchen und Frauen heute wählen dürfen und die Arbeitsbedingungen Schritt für Schritt verbessert wurden, so ist völlige Gleichberechtigung für Mädchen und Frauen weder in Deutschland noch im Rest der Welt erreicht.

Unter anderem hat die #MeToo-Debatte gezeigt, dass Frauen noch immer in zahlreichen Situationen Diskriminierung erleben. Statistiken zeigen immer wieder, dass Frauen trotz gleicher Ausbildung, gleicher Berufserfahrung, gleichem Alter und gleicher Arbeitszeit weniger Geld verdienen als Männer.

Am Internationalen Frauentag geht es darum, auf weltweit bestehende ungleiche Zustände und Diskriminierung aufmerksam zu machen, wie zum Beispiel Kinderheirat oder weibliche Genitalverstümmlung. Auch in der deutschen Gesellschaft erleben Frauen Herbasetzung durch Gender-Pay-Gap, Rollenzuschreibungen und Sexismus.

Damit eine Gesellschaft ermöglicht wird, in der jeder Mensch, unabhängig von seinem Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung die gleichen Ressourcen hat, müssen sich alle dafür einsetzen. Nur dann können Patriarchat*, Stereotype*, Rollenzuschreibungen, Sexismus*, Femizide* und ungerechte Geschlechterverhältnisse überwunden werden.

Begriffserklärungen:

Patriarchat (wörtlich „Väterherrschaft, Vaterrecht“) ein System von sozialen Beziehungen,  Werten, Normen und Verhaltensmustern, das von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert wird.

Stereotype: Beschreibungen oder Annahmen, die stark verallgemeinernd sind und sich an Klischees oder Vorurteilen bedienen. Stereotype werden auf wenige Merkmale reduziert und können einem Menschen gar nicht gerecht werden. Stereotypen werden auch genutzt, um sich über andere lustig zu machen, sich über andere zu erheben und können daher mit Rollenzuschreibungen, Beleidigungen und Diskriminierung einhergehen.

Sexismus: Menschen werden aufgrund ihres Geschlechtes benachteiligt und/oder diskriminiert.

Femizide: Als Femizid bezeichnet man die privaten und/oder öffentlichen tolerierte Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts.

Gender-Pay-Gap: beschreibt den geschlechtsspezifischen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern. In allen Berufsklassen verdienen Frauen in Deutschland weniger als Männer, Deutschland gehört mit Österreich zu den Ländern, in denen der Gender-Pay-Gap am höchsten ist.


Links:

Die Inhalte zum Thema Mädchen und junge Frauen in Essen stammen von der Gleichstellungsstelle und vom Jugendamt der Stadt Essen.