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Gedenktafel auf Zollverein für Zwangsarbeiter im 2. Weltkrieg

Gedenktafel für Opfer der Zwangsarbeit auf Zollverein

Gedenktafel für Opfer von Zwangsarbeit | © Thomas Willemsen, Stiftung Zollverein

Auf der Kokerei Zollverein wurde gestern eine Gedenktafel für die Opfer der Zwangsarbeit im Ruhrbergbau und auf Zollverein während des Zweiten Weltkriegs enthüllt. Zollverein war einst die größte und leistungsstärkste Steinkohlenzeche der Welt.

Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter riskierten unter Tage während des Zweiten Weltkriegs ihre Gesundheit und ihr Leben. Mehrere tausend Menschen (vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion aber auch aus anderen europäischen Ländern) mussten während der nationalsozialistischen Herrschaft von Juni 1940 bis April 1945 auf Zollverein Zwangsarbeit leisten.

An dem Ort, an dem nun eine Gedenktafel an diese Menschen erinnert, befand sich eins von insgesamt drei Barackenlagern auf Zollverein, in denen vor allem Kriegsgefangene untergebracht waren. Männer und Frauen litten unter den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen.

Ein Viertel aller Zwangsarbeiter im Ruhrbergbau bezahlten diesen Einsatz mit dem Verlust der Arbeitsfähigkeit oder dem Leben.